Laskah

image26

Laskah

Den Sprung vom Battlerap-Turnierteilnehmer  zum Albumrelease schaffen bekanntlich die wenigsten. Wenn doch,  benötigt es im Regelfall einige Jahre Wettkampferfahrung, bevor die  Fanbase groß genug ist, dass eine kommerzielle Veröffentlichung  überhaupt sinnvoll erscheint.

Solcherlei Gedanken treiben Laskah  aus Nordhorn jedoch nicht um. Der Jahrgang 1990 lässt sich weder von  seiner Herkunft aus dem Emsland, einer absoluten Hip Hop-Einöde, noch von mangelnder Erfahrung stoppen.

Bei  ersten MC-Gehversuchen unter dem Pseudonym E-Shot scheitert der  Niedersachse noch an der Qualifikation für einschlägige Rap-Wettbewerbe.  2014 nimmt er unter neuem Künstlernamen jedoch die Teilnahmehürde zum  Battlerap-Turnier JuliensBlogBattle. Deutschlandweit noch völlig  unbekannt, überzeugt der junge Rapper das Publikum, Veranstalter Julien  lädt ihn in die erste Qualifikationsrunde ein.

Dort schreibt der  Newcomer, der bürgerlich Eike heißt, an der Turniergeschichte mit: Runde  um Runde kämpft sich Laskah durch das JBB 2014, wirft zwischendurch  unter anderem 4tune aus dem Rennen, bis er im Finale Gio gegenübersteht - und scheitert.

Nichtsdestotrotz  hinterlässt Laskah damit mehr als nur ein kleines Ausrufezeichen in der  Battleszene. Im Verlauf des Turniers schleift er seine anfänglich nur  mittelmäßige Raptechnik zurecht. Mit gekonntem Doubletime, vielen  Anglizismen, fetten Beats zwischen Trap und Melodie und den üblichen  Homo- und Behindertendissen festigt er sukzessive seinen Ruf. 4tune  bezeichnet ihn despektierlich als "Spongebozz für Arme".

In  den Videos inner- und außerhalb vom JBB macht Laskah Cap und  Sonnenbrille zu seinem Markenzeichen. Nicht nur im Sinne der Herkunft,  die er selbstironisch als Neuberlin bezeichnet, sondern auch inhaltlich  positioniert er sich im Rahmen seines LP-Debüts "Trip" via distri im  Herbst 2015 nahe der holländischen Grenze.

Seine  Zeilen erzählen die bekannte Geschichte vom Aufsteiger, an den früher  niemand so recht glauben mochte. Laskah hofiert Marihuana, kokoshaltige  Fruchtliköre und aufgepumpte New School-Beats.


Bio: laut.de

image27
image28
image29